18.03.2026
Leichte Entspannung am Ölmarkt trotz anhaltender Iran-Krise
Brent: 102.12
Gasoil: 1174.25
Dollar: 0.7863
Crude (WTI): 93.65
Rheinfracht: 27.00

Die Ölpreise geraten am Mittwoch leicht unter Druck, nachdem sich Irak und Kurdistan offenbar auf die Fortsetzung der Exporte über die wichtige Kirkuk-Ceyhan-Pipeline geeinigt haben. Dies sorgt kurzfristig für Entlastung auf der Angebotsseite und stabilisiert die Versorgung aus dem Nahen Osten. Die Wiederaufnahme der Lieferungen über den Hafen Ceyhan sowie geplante Exportmengen von mindestens 100.000 Barrel täglich tragen zur Beruhigung der Märkte bei.
Dennoch bleibt die Lage angespannt: Eine Deeskalation im Konflikt mit Iran ist nicht in Sicht, wodurch ein großer Teil der Ölexporte aus der Region weiterhin ausfällt. Die Preise für Brent-Öl halten sich daher weiterhin über der Marke von 100 Dollar pro Barrel. Analysten betonen, dass jede zusätzliche Angebotsmenge aktuell preisdämpfend wirkt, die grundlegende Unsicherheit jedoch bestehen bleibt.
Zusätzliche Eskalation ergibt sich durch militärische Aktionen der USA gegen iranische Stellungen sowie den Tod eines hochrangigen iranischen Sicherheitsfunktionärs, was mögliche Gegenreaktionen Irans wahrscheinlicher macht. Experten erwarten daher weiterhin hohe Preisschwankungen in einer Spanne zwischen 95 und 110 Dollar, mit Aufwärtspotenzial bei weiterer Eskalation.
Neben geopolitischen Entwicklungen beobachten Anleger auch Lagerdaten und Zinsentscheidungen, wobei der Iran-Konflikt dominierend bleibt. Insgesamt deutet sich kurzfristig eine leichte Entspannung an.

Fundamental; neutral bis bullish                                        Chartanalyse; neutral