Die Preisrallye der letzten beiden Tage scheint zur Wochenmitte zunächst ausgebremst, nachdem die Daten des API einen überraschenden Anstieg der US-Rohölbestände gemeldet hatten. Bei den Marktteilnehmern scheinen damit neue Befürchtungen über eine schwächere Nachfrage bei gleichzeitiger Angebotsverknappung aufzukommen.
Zudem steht heute mit dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed ein wichtiges Ereignis ins Haus, das durchaus auch Auswirkungen auf den Ölmarkt haben dürfte, da alles auf eine Abkühlung der US-Inflation hindeute und somit die Rezessionsgefahr geringer werde. Man geht davon aus, dass die Fed das Tempo ihrer Zinsanhebungen damit etwas verringern kann. Bei der heutigen Zinsentscheidung wird gerechnet, dass der Leitzins nach vier Anhebungen diesmal „nur“ um 0,5 Prozent hochgesetzt wird.
Gedämpft wird diese Hoffnung allerdings von den US-Bestandsdaten des API, denn der starke Aufbau bei Rohöl sowie weitere Zuwächse bei den Produkten lassen annehmen, dass die US-Nachfrage eher niedrig war. Positives kommt hingegen von der Nachfrageentwicklung in China, wo die voranschreitenden Lockerungen und Öffnungstendenzen sich offenbar auf den Reiseverkehr auswirken.
Die fundamentale Ausgangslage bleibt auch heute leicht bullish, An den Ölbörsen herrscht heute dennoch erst einmal gespanntes Abwarten im Vorfeld des IEA-Monatsreports, der DOE-Bestandsdaten und dem Zinsentscheid der Fed.
Bei den Preisen setzten sich erneut klare Preisaufschläge im Vergleich zu gestern durch.
Fundamental; neutral bis bullish Chartanalyse; neutral