04.03.2026
Ölpreise ziehen wieder an – Eskalation im Golf treibt Risikoprämie
Brent: 83.90
Gasoil: 1058.50
Dollar: 0.7793
Crude (WTI): 76.68
Rheinfracht: 22.00

Die Ölfutures an ICE und NYMEX orientieren sich erneut nach oben und preisen wieder verstärkt das Risiko von Angebots- und Exportausfällen im Nahen Osten ein. Am Vortag hatten die Notierungen kurzzeitig nachgegeben, nachdem Donald Trump vorgeschlagen hatte, Handelsschiffe durch die Straße von Hormus von der US-Marine eskortieren zu lassen.
Der Vorstoß folgt auf zunehmende Störungen entlang der zentralen Handelsroute. Marktteilnehmer zweifeln jedoch an der raschen Umsetzbarkeit und Wirksamkeit solcher Maßnahmen. Neben operativen Fragen stehen auch stark steigende Versicherungskosten im Raum. Analysten von ING Groep NV verweisen zudem darauf, dass Marineeskorten selbst zu Angriffszielen werden könnten.
Parallel verschärft sich die militärische Lage: Die Israel Defense Forces meldeten eine breite Angriffswelle gegen iranische Ziele, während das United States Central Command die Zerstörung iranischer Schiffe und Drohnen bekanntgab. Iran wiederum bezeichnete die Straße von Hormus als Kriegsgebiet und warnte die internationale Schifffahrt vor Raketen- und Drohnengefahren.
Damit überlagert die Eskalation weiterhin sämtliche fundamentalen Faktoren wie Lagerdaten oder OPEC-Kommentare. Solange keine Entspannung erkennbar ist und Exportunterbrechungen anhalten, bleibt die fundamentale Markteinschätzung klar bullish. Entsprechend setzen sich auch bei den Inlandspreisen erneut deutliche Aufschläge durch.

Fundamental; bullish                   Chartanalyse; neutral