Die Ölpreise starten stabil in die neue Woche, gestützt durch die anhaltende Krise im Persischen Golf. Die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen im Iran-Konflikt ist vorerst gescheitert, während die Straße von Hormus nahezu blockiert bleibt. Dadurch kommt es weiterhin zu erheblichen Störungen im globalen Öl- und Gasexport, was die Energiemärkte stark belastet.
Expertin Mona Yacoubian beschreibt die Situation als festgefahrenes Patt ohne klare Eskalation, da keine Seite an einer weiteren Zuspitzung interessiert scheint. Gleichzeitig gibt es diplomatische Signale: Der Iran soll den USA einen Vorschlag zur Öffnung der Meerenge und zur Beendigung des Konflikts unterbreitet haben, während in Washington neue Beratungen auf höchster Ebene geplant sind.
Der mittlerweile neun Wochen andauernde Konflikt hat zu massiven Verwerfungen auf den Energiemärkten geführt. Engpässe bei wichtigen Produkten wie Flüssigerdgas und Kerosin nehmen zu, Fluggesellschaften reagieren mit Kürzungen. Laut Internationaler Energieagentur handelt es sich um den größten Angebotsschock der Ölmarktgeschichte.
Marktbeobachter erwarten daher weiterhin hohe Preise. Prognosen sehen Öl stabil über 100 Dollar pro Barrel, wobei ohne Einigung kaum Entspannung zu erwarten ist. Gleichzeitig wird ein Teil des Risikos bereits als eingepreist betrachtet, sodass Preise zwischen 100 und 115 Dollar realistisch erscheinen, solange keine weitere Eskalation erfolgt.
Insgesamt bleibt der Markt kurzfristig angespannt und leicht preistreibend.
Fundamental; neutral bis bullish Chartanalyse; neutral bis bullish