28.01.2026
Kältewelle, Iran-Risiken und schwacher Dollar stützen Ölpreise
Brent: 67.71
Gasoil: 689.50
Dollar: 0.7635
Crude (WTI): 62.60
Rheinfracht: 48.50

Die Ölfutures an ICE und NYMEX setzten ihren Aufwärtstrend fort, auch wenn es zwischenzeitlich zu einer technischen Korrektur kam. Unterstützend wirkt vor allem die anhaltende Kältewelle in den USA nach dem Schneesturm Fern. Marktteilnehmer erwarten, dass niedrige Temperaturen in den kommenden Wochen zu spürbaren Rückgängen der US-Ölvorräte führen könnten. Erste Hinweise liefern die API-Daten, während die offiziellen Zahlen des Department of Energy noch ausstehen.
Zusätzlich rücken geopolitische Risiken wieder stärker in den Fokus. Donald Trump bekräftigte erneut die militärische Präsenz der USA im Nahen Osten, wodurch die Spannungen mit dem Iran hoch bleiben. Dies stützt die geopolitische Risikoprämie am Ölmarkt. Gleichzeitig belastet die politische Unsicherheit den US-Dollar, was Öl für Käufer außerhalb der USA günstiger macht und die Nachfrage unterstützt.
Auch die Angebotsseite sorgt für gemischte Signale. Die langsame Erholung der Produktion am kasachischen Tengiz-Ölfeld dämpft kurzfristige Sorgen, während die mögliche Verlängerung der Förderpause der OPEC+ unterschiedlich interpretiert wird. Einerseits begrenzt sie das Angebot, andererseits verweist sie auf eine saisonal schwächere Nachfrage.
Hinzu kommt eine ausgeprägtere Backwardation am Terminmarkt, die auf eine kurzfristig angespannte Versorgungslage hindeutet. Insgesamt bleiben die Ölpreise gestützt, auch wenn geldpolitische Signale der Federal Reserve kurzfristig Einfluss auf den Dollar und damit auf den Ölmarkt nehmen könnten.

Fundamental; bullish                            Chartanalyse; neutral bis bullish