28.07.2026
Ölpreise sinken weiter trotz anhaltender Unsicherheit.
Brent: 87.68
Gasoil: 1221.75
Dollar: 0.8192
Crude (WTI): 82.09
Rheinfracht: 225.00

Die Rohölpreise sind zu Wochenbeginn weiter gesunken. Brent fiel wieder unter die wichtige Marke von 90 US-Dollar pro Barrel, während WTI deutlich unter 85 US-Dollar notierte. Hauptgrund für den Preisrückgang ist die vorübergehende Beruhigung im Nahostkonflikt. Seit drei Tagen blieben direkte Angriffe zwischen den USA und dem Iran aus. Zudem erklärte US-Präsident Donald Trump, Washington und Teheran führten Gespräche über eine mögliche Beilegung des Konflikts. Eine offizielle Bestätigung aus dem Iran fehlt jedoch, weshalb Marktbeobachter diese Aussagen mit Zurückhaltung bewerten. Gleichzeitig richtet sich der Fokus auf das Treffen zwischen Trump und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, das neue Impulse für die geopolitische Lage bringen könnte.

Analysten sehen die Lage dennoch als fragil. Entscheidend bleibt, ob der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus wieder zuverlässig aufgenommen wird. Bislang ist die Passage weiterhin stark eingeschränkt. Entlastend wirkt dagegen die Wiederaufnahme des Betriebs am Exportterminal des Caspian Pipeline Consortium (CPC) in Russland. Nach einer einwöchigen Unterbrechung fliessen die kasachischen Rohölexporte wieder normal, wodurch sich die Versorgungslage verbessert.
Für Unsicherheit sorgen weiterhin die Angriffe der Huthi-Miliz auf die saudische Ölinfrastruktur. Besonders mögliche Attacken auf die Ost-West-Pipeline könnten die Ölpreise rasch wieder steigen lassen. Zusätzliche Hinweise zur Marktentwicklung werden von den anstehenden US-Lagerbestandsdaten des API und DOE erwartet. Insgesamt bleibt der Ölmarkt kurzfristig von geopolitischen Entwicklungen geprägt.

Fundamental: neutral bis bullish                                     Chartanalyse: bearish