20.07.2026
Die Hoffnung auf eine schnelle Entspannung des Konflikts zwischen den USA und Iran ist deutlich gesunken.
Brent: 90.76
Gasoil: 1202.25
Dollar: 0.8072
Crude (WTI): 84.62
Rheinfracht: 155.00

Die Hoffnung auf eine schnelle Entspannung des Konflikts zwischen den USA und Iran ist deutlich gesunken. Infolgedessen stieg der Preis für Brent-Rohöl wieder über die wichtige Marke von 90 US-Dollar je Barrel. Analysten der ING warnen, dass die anhaltende Eskalation zu großflächigen Angriffen im gesamten Golfgebiet führen könnte. Gleichzeitig sorgen Zwischenfälle in der Straße von Hormus für Unsicherheit: Während einige Tanker die Meerenge passieren konnten, meldete der Iran das Anhalten mehrerer Schiffe. Zudem geriet ein Schiff vor der Küste Omans aus ungeklärter Ursache in Brand.

Die Sorge vor Unterbrechungen der Ölversorgung aus dem Nahen Osten bleibt damit hoch. Zusätzlich könnten Angriffe der Huthi-Miliz auf die Schifffahrt in der Meerenge von Bab el-Mandeb den Öltransport weiter beeinträchtigen. Auch Berichte über iranische Angriffe auf Ölanlagen in Bahrain und Kuwait verschärfen die Lage.
Analysten der Barclays Bank weisen darauf hin, dass die Auswirkungen der Blockaden auf die Ölexporte erst in den kommenden Wochen klarer werden. Sie sehen die Märkte als zu gelassen, obwohl die globalen Öllagerbestände so niedrig sind wie seit fünf Jahren nicht mehr. Weitere Risiken ergeben sich aus möglichen neuen US-Sanktionen gegen Russland sowie ukrainischen Angriffen auf russische Ölinfrastruktur. Insgesamt dominieren derzeit die angebotsseitigen Risiken, wodurch Öl- und Inlandspreise weiter steigen könnten.

Fundamental: neutral bis bullish                                     Chartanalyse: neutral bis bullish