16.01.2026
Ölpreise korrigieren deutlich – Geopolitische Risiken verlieren an Gewicht
Brent: 63.86
Gasoil: 642.25
Dollar: 0.8025
Crude (WTI): 59.31
Rheinfracht: 41.00

Abwärtskorrektur seit Juni. Auslöser war vor allem die nachlassende Gefahr eines militärischen Konflikts zwischen den USA und dem Iran, wodurch die zuvor stark gestiegene geopolitische Risikoprämie spürbar schrumpfte. Brent und WTI hatten zuvor Mehrmonatshochs erreicht, nachdem Unruhen im Iran sowie Drohungen von Donald Trump die Sorgen vor Versorgungsunterbrechungen angeheizt hatten.
Inzwischen haben beide Seiten beschwichtigende Signale gesendet. Experten gehen davon aus, dass das Risiko eines unmittelbaren Angriffs deutlich gesunken ist, auch wenn die Lage angespannt bleibt. Marktbeobachter betonen, dass mit zunehmender Zeit ohne Eskalation die geopolitische Prämie weiter abschmelzen dürfte und die Fundamentaldaten wieder stärker in den Fokus rücken.
Diese sprechen weiterhin für ein bearishes Umfeld. Der aktuelle Monatsbericht der Energy Information Administration zeigt, dass das globale Ölangebot nicht nur 2026, sondern auch 2027 deutlich über der Nachfrage liegen dürfte. Damit bleibt die strukturelle Überversorgung ein zentrales Thema.
Insgesamt halten sich kurzfristig stützende geopolitische Faktoren und langfristig belastende Angebotsrisiken die Waage. Die fundamentale Einschätzung fällt daher aktuell neutral aus. Entsprechend zeigen sich bei den Inlandspreisen nur geringe Veränderungen gegenüber dem Vortag.

Fundamental; neutral                                                  Chartanalyse; bearish