31.07.2026
Ölpreise leicht schwächer – stärkster Monatsgewinn seit März bleibt in Sicht.
Brent: 87.14
Gasoil: 1266.75
Dollar: 0.8074
Crude (WTI): 81.34
Rheinfracht: 230.00

Die Ölpreise geben zum Ende einer schwankungsreichen Handelswoche leicht nach, steuern jedoch weiterhin auf den stärksten Monatsgewinn seit März zu. Hauptgrund sind die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, die trotz zuletzt etwas entspannter Signale den Ölmarkt stützen. Zwar nehmen wieder mehr Schiffe die wichtige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus, doch die Sicherheitslage bleibt angespannt.

Saudi-Arabien treibt gemeinsam mit 43 Staaten den Aufbau einer internationalen Allianz zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer voran. Hintergrund ist die Blockade durch die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen. Die gestiegenen Risiken haben Transport- und Versicherungskosten für Öltanker deutlich erhöht, wodurch ein geopolitischer Risikoaufschlag in den Ölpreisen bestehen bleibt.

Im Juli wurde der Markt zusätzlich durch das Scheitern der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran belastet. Gleichzeitig verschärften Angriffe der Huthi-Milizen sowie gemeinsame Militäraktionen der USA und Saudi-Arabiens gegen iranisch unterstützte Gruppen die Lage. Unterstützend für die Preise wirken zudem weiter sinkende US-Öllagerbestände.

Auch außerhalb des Nahen Ostens bestehen Angebotsrisiken. Im Schwarzen Meer wurden die Ölexporte Kasachstans nach erneuten Angriffen auf Tanker erneut unterbrochen. Allein im Juli wurden neun Schiffe im Umfeld des CPC-Terminals angegriffen – der höchste Wert seit Beginn des Ukraine-Krieges.

Insgesamt bleibt die fundamentale Markteinschätzung leicht bullish. Die verbesserten Schifffahrtsaktivitäten sorgen zwar kurzfristig für Entspannung und Gewinnmitnahmen, doch die anhaltenden geopolitischen Risiken und Unsicherheiten auf der Angebotsseite sprechen weiterhin für ein erhöhtes Preisniveau am Ölmarkt.

 

Fundamental: neutral bis bullish                         Chartanalyse: bullish