Die jüngste Eskalation im Nahen Osten hat die Energiepreise deutlich ansteigen lassen und verstärkt die Unsicherheit an den globalen Märkten. Auslöser waren Angriffe auf zentrale Energieanlagen, insbesondere das iranische South-Pars-Gasfeld, gefolgt von Gegenangriffen Irans auf wichtige LNG-Infrastrukturen in Katar wie Ras Laffan. Diese Entwicklungen schüren Befürchtungen über weitreichende Störungen der Energieversorgung.
Seit Beginn des Konflikts sind die Ölpreise um rund 50 % gestiegen, während auch die Gaspreise erheblich zulegen. Besonders kritisch ist die Lage in der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Transportrouten für Öl und Gas weltweit, deren Nutzung zunehmend eingeschränkt ist. Bisher blieb Irans Energieinfrastruktur weitgehend verschont, doch die jüngsten Angriffe deuten auf eine neue Eskalationsstufe hin.
Marktexperten warnen, dass die Risiken weiterhin unterschätzt werden. Im Falle weiterer Angriffe auf die Energieinfrastruktur könnten Ölpreise deutlich über 120 US-Dollar steigen, mit möglichen Spitzen zwischen 140 und 160 Dollar je Barrel. Gleichzeitig rückt die Rolle der USA in den Fokus: Eine Ausweitung militärischer Maßnahmen oder zusätzliche Truppenentsendungen könnten die Lage weiter verschärfen und die Preise zusätzlich treiben.
Analysten gehen inzwischen von längerfristigen Störungen der globalen Lieferketten aus. Zusätzlich belastet eine restriktivere Geldpolitik, insbesondere in den USA, die wirtschaftlichen Aussichten. Insgesamt bleibt der Ölmarkt stark angespannt, mit klar steigender Tendenz bei den Preisen und erhöhtem Risiko für die Weltwirtschaft.
Fundamental; bullish Chartanalyse; neutral