06.03.2026
Ölpreise auf Mehrmonatshoch – Iran-Konflikt treibt Märkte Richtung 100-Dollar-Marke
Brent: 85.30
Gasoil: 1082.00
Dollar: 0.7805
Crude (WTI): 80.76
Rheinfracht: 23.00

Der Angriff der USA und Israels auf den Iran hat die Rohölpreise in dieser Woche deutlich steigen lassen. An den Börsen ICE und NYMEX erreichten die wichtigsten Kontrakte neue Mehrmonatshochs. Die US-Rohölsorte WTI schloss erstmals seit Januar 2025 wieder über 80 US-Dollar pro Barrel, während Brent erstmals seit Juli 2024 ein Settlement über 85 Dollar verzeichnete. Hinweise auf mögliche Eingriffe der US-Regierung an den Terminmärkten sorgten jedoch dafür, dass die Preise am Freitag zunächst unter diesen psychologisch wichtigen Marken in den Handel starteten.
Entscheidend für den weiteren Verlauf könnte sein, ob Washington noch vor dem Wochenende konkrete Massnahmen zur Stabilisierung der Märkte ankündigt. Diskutiert wird unter anderem eine Freigabe von Öl aus der strategischen Reserve, ähnlich wie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022. Eine Entscheidung darüber steht jedoch noch aus.
Unterdessen geraten Produzenten im Nahen Osten zunehmend unter Druck, da die Blockade der Straße von Hormus den Export massiv einschränkt. Die Lager füllen sich rasch, weshalb einige Länder – insbesondere der Irak – ihre Produktion drosseln müssen. Die aktuellen Preissteigerungen werden daher weniger durch direkte Schäden an Infrastruktur als durch Produktionskürzungen und Angebotsengpässe gestützt.
Laut Analystin Samantha Dart von Goldman Sachs könnte Brent sogar über 100 Dollar steigen, falls die Blockade länger anhält. Aktuell nähert sich Brent wieder der Marke von 85 Dollar, während auch WTI weiter zulegt.

Fundamental; bullish                   Chartanalyse; neutral