24.09.2026
Ölmarkt bleibt volatil: Diplomatische Signale aus Teheran sorgen für Entspannung.
Brent: 103.73
Gasoil: 1493.00
Dollar: 0.8237
Crude (WTI): 92.74
Rheinfracht: 260.00

Der Ölmarkt zeigt sich in dieser Woche weiterhin äußerst volatil. Nach deutlichen Verlusten zu Wochenbeginn stiegen die Rohölpreise zwischenzeitlich um rund 4 %, gaben anschließend jedoch wieder leicht nach. Grund für die jüngste Entspannung sind Signale aus Teheran, wonach Iran grundsätzlich offen für diplomatische Gespräche mit den USA ist. Eine schnelle Einigung ist jedoch nicht in Sicht, da die Positionen beider Seiten weiterhin weit auseinanderliegen.

Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch die angespannte Lage an der Straße von Hormus, über die ein wichtiger Teil des weltweiten Ölhandels läuft. Gleichzeitig hält die US-Regierung an der Möglichkeit militärischer Maßnahmen fest. Die Märkte reagieren deshalb besonders empfindlich auf politische Nachrichten.

Analysten sehen die jüngste Preisbewegung vor allem als Abbau eines Teils der geopolitischen Risikoprämie. Zwar stabilisieren sich die Ölströme auf niedrigem Niveau, von einer Normalisierung kann jedoch noch keine Rede sein.

Besonders angespannt bleibt der Dieselmarkt. In den USA sind die Preise auf einem Rekordniveau, was Transport, Bau und Landwirtschaft belastet. Deshalb wird über eine Begrenzung der US-Diesel-Exporte diskutiert. Die Regierung prüft zunächst freiwillige Einschränkungen durch Raffinerien.

Zusätzliche Bedeutung hat das Treffen zwischen Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping. Dabei könnte auch der Iran-Konflikt thematisiert werden. China ist ein wichtiger Abnehmer iranischen Öls.

Insgesamt bleibt die fundamentale Markteinschätzung neutral. Die Ölversorgung stabilisiert sich zwar, gleichzeitig bleiben geopolitische Risiken und Preisschwankungen hoch. Auch bei den Inlandspreisen ist derzeit noch keine klare Richtung erkennbar.

Fundamental: neutral                    Chartanalyse: neutral bis bullish