24.08.2026
Ölmarkt im Fokus: US-Maßnahmen gegen Iran sorgen für neue Unsicherheit.
Brent: 93.03
Gasoil: 1291.00
Dollar: 0.8007
Crude (WTI): 85.59
Rheinfracht: 185.00

Zu Beginn der neuen Handelswoche richtet sich die Aufmerksamkeit an den Ölmärkten auf die angekündigten US-Maßnahmen zur wirtschaftlichen Isolierung Irans. US-Finanzminister Scott Bessent will diese am Abend bekannt geben. Teheran zeigt sich bislang unbeeindruckt und droht im Falle eines anhaltenden Wirtschaftskriegs mit einem vollständigen Stopp der Ölexporte. Damit wächst das Risiko einer weiteren Verknappung des globalen Ölangebots.
Besonders relevant ist die Reaktion Chinas, eines wichtigen Abnehmers iranischen Öls. Die USA drohen auch Staaten mit Konsequenzen, die ihre wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran fortsetzen. Eine Verschärfung der Sanktionen könnte daher nicht nur Iran, sondern auch den internationalen Ölhandel und die Handelsbeziehungen zwischen China und den USA belasten.
Zusätzliche Risiken entstehen durch die unsichere Lage in der Straße von Hormus und die anhaltenden Einschränkungen des Schiffsverkehrs im Roten Meer. Analysten von Morgan Stanley beobachten bereits sinkende Ölreserven auf See sowie rückläufige Lagerbestände, unter anderem in China. Das Angebot aus dem Nahen Osten liegt demnach weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
Trotz dieser fundamentalen Belastungen testeten die Ölpreise am Montagmorgen zunächst ihre Abwärtsspielräume. Technische Unterstützungen durch die GD 7 verhinderten bislang stärkere Verluste. Für die kommenden Handelstage bleibt die Entwicklung jedoch von hoher Unsicherheit geprägt. Eine weitere Eskalation könnte die Ölpreise deutlich antreiben, während ausbleibende Verschärfungen kurzfristig Entlastung bringen könnten.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: bearish