30.10.2026
Rohölpreise steigen im Oktober um zwölf Prozent – Brent verzeichnet den vierten Monatsgewinn in Folge.
Brent: 115.95
Gasoil: 1443.50
Dollar: 0.8231
Crude (WTI): 102.97
Rheinfracht: 260.00

Die Rohölpreise von Brent und WTI haben sich im Oktober deutlich verteuert. Brent verzeichnete bereits den vierten monatlichen Anstieg in Folge und legte gegenüber Ende September um rund zwölf Prozent zu. Hauptursachen sind die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen, niedrige Lagerbestände und eine angespannte Versorgungslage bei raffinierten Ölprodukten.

Besonders im Fokus steht weiterhin die strategisch wichtige Strasse von Hormus. Mehrere Angriffe auf Tankschiffe erhöhen die Unsicherheit hinsichtlich der globalen Energieversorgung. Obwohl die Ölexporte bislang aufrechterhalten werden konnten, bleibt das Risiko weiterer Störungen bestehen. Zusätzliche Spannungen entstehen durch mögliche militärische Massnahmen der USA gegen den Iran sowie Angriffe der Huthi-Miliz auf saudische Energieanlagen.

Auch der Ukraine-Konflikt beeinflusst den Ölmarkt. Die vorübergehende Einstellung ukrainischer Angriffe auf russische Raffinerien könnte zwar die Versorgung mit Treibstoffen entlasten, die geopolitische Unsicherheit bleibt jedoch hoch.

Marktexperten erwarten deshalb in den kommenden Wochen eine erhöhte Volatilität. Selbst bei einer Entspannung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran könnte sich der Ölpreis aufgrund möglicher erneuter Eskalationen und notwendiger Lageraufstockungen langfristig zwischen 70 und 90 US-Dollar je Barrel bewegen.

Ausblick: Die Ölpreise bleiben geopolitisch stark beeinflusst. Trotz der jüngsten Aufwärtsbewegung besteht bei den Inlandspreisen aktuell rechnerisch noch Potenzial für leichte Preisabschläge.

 

Fundamental: neutral bis bullish                                     Chartanalyse: neutral bis bullish