16.10.2026
Ölpreise steigen trotz schwächerem Handelsstart weiter.
Brent: 105.38
Gasoil: 1409.75
Dollar: 0.8264
Crude (WTI): 97.43
Rheinfracht: 270.00

Obwohl Brent und WTI heute etwas schwächer in den Handel starten, steuern beide Rohölsorten auf den zweiten Wochenanstieg in Folge zu. Hauptgrund bleibt der geopolitische Risikoaufschlag aufgrund der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten.

Die Risiken für die globale Ölversorgung nehmen zu. Nach dem Untergang eines Containerschiffs in der Strasse von Hormus droht eine weitere Eskalation zwischen den USA und dem Iran. Auch der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi im Jemen belastet die Marktlage. Die Internationale Energieagentur (IEA) und die US-Regierung versuchen, den Preisanstieg durch die Freigabe zusätzlicher Diesel- und strategischer Ölreserven zu begrenzen. Bisher zeigen diese Massnahmen jedoch kaum Wirkung. Solange keine Entspannung im Nahen Osten absehbar ist, dürfte der geopolitische Risikoaufschlag bestehen bleiben. Analysten erwarten für Brent vorerst Preise zwischen 104 und 106 US-Dollar pro Barrel.
Zusätzliche Unterstützung erhielten die Ölpreise durch sinkende US-Lagerbestände. Da die jüngsten Daten jedoch durch Hurrikan Isaias beeinflusst wurden, sind sie mit Vorsicht zu interpretieren.

An den Ölbörsen notieren die Futures aktuell unter den Vortageshochs. Daraus ergibt sich für die Inlandspreise rechnerisch Potenzial für leichte Abschläge gegenüber dem Vortag.

Fundamental: neutral                    Chartanalyse: neutral bis bearish