27.10.2026
Rohölpreise erholten sich nach vorübergehenden Verlusten wieder.
Brent: 115.94
Gasoil: 1495.00
Dollar: 0.8282
Crude (WTI): 101.81
Rheinfracht: 245.00

Die Rohölpreise von Brent und WTI gaben am Dienstag nach, nachdem diplomatische Bemühungen im Nahen Osten Hoffnungen auf eine Entspannung der Spannungen zwischen den USA und dem Iran geweckt hatten. Brent fiel zeitweise unter 115 US-Dollar pro Barrel, während WTI die Marke von 100 US-Dollar testete. Am Mittwochmorgen zogen die Preise jedoch wieder an.
Der Rückgang ist vor allem auf Gewinnmitnahmen nach den Mehrmonatshochs der Vorwoche zurückzuführen. Trotz diplomatischer Gespräche zwischen Saudi-Arabien, der Türkei, Pakistan und dem Iran bleiben die Aussichten auf eine nachhaltige Deeskalation begrenzt. Gleichzeitig verschärfen Angriffe der Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien und die Kriegsvorbereitungen der Hisbollah die geopolitischen Risiken.
Auch die globale Versorgungslage bleibt angespannt. Die Rohölexporte aus dem Persischen Golf sind rückläufig, während die Durchfahrten durch die Strasse von Hormus nur rund 60 % des üblichen Niveaus erreichen. Zudem liegen die weltweiten Mitteldestillat-Vorräte knapp 5 % unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Hohe Frachtkosten belasten den Markt zusätzlich.
Weitere Unsicherheit bringen die israelischen Wahlen, der Zinsentscheid der US-Notenbank und die US-Zwischenwahlen. Die Möglichkeit einer erneuten militärischen Eskalation gegen den Iran bleibt bestehen.

Fazit: Die fundamentalen Marktbedingungen bleiben preistreibend. Angesichts der geopolitischen Risiken, der eingeschränkten Lieferströme und der angespannten Versorgungslage besteht weiterhin Aufwärtspotenzial bei den Rohölpreisen und den Inlandspreisen.

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bullish