28.10.2026
Ölpreise steigen erneut – Nahost-Konflikt und Iran-Sorgen treiben die Märkte.
Brent: 115.83
Gasoil: 1451.50
Dollar: 0.8306
Crude (WTI): 101.77
Rheinfracht: 250.0

Die Ölpreise steigen nach der kurzen Abwärtskorrektur vom Dienstag erneut. Hauptgründe sind die anhaltenden Angriffe im Nahen Osten, die unsichere politische Lage in Israel und die wachsende Sorge vor einer neuen US-israelischen Militäroffensive gegen den Iran. Laut Wall Street Journal erwägt US-Präsident Donald Trump einen groß angelegten Angriff nach den Zwischenwahlen am 3. November, hat jedoch noch keine endgültige Entscheidung getroffen.

Die geopolitischen Spannungen halten die Risikoprämie am Ölmarkt hoch. Der Brent-Preis hat sich seit Jahresbeginn nahezu verdoppelt. Auch die knappe Parlamentswahl in Israel sorgt für Unsicherheit. Da kein Lager einen eindeutigen Sieg errang, bleibt Benjamin Netanjahu vorerst im Amt. Oppositionsführer Gadi Eisenkot spricht sich für eine Eindämmung des iranischen Atomprogramms aus, bezeichnet einen Regimewechsel jedoch als unrealistisches Ziel. Ein Regierungswechsel könnte die Zusammenarbeit mit den USA beeinflussen.

Kurzfristig richten sich die Blicke auf den offiziellen DOE-Ölbestandsbericht. Die API-Daten zeigten bereits einen deutlichen Rückgang der Rohölbestände, zugleich aber einen Aufbau bei den Ölprodukten. Eine Bestätigung durch die offiziellen Zahlen könnte die Preise etwas entlasten.

Zusätzlich steht die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed an. Marktteilnehmer erwarten überwiegend unveränderte Leitzinsen.

Insgesamt bleibt die fundamentale Markteinschätzung bullish, da geopolitische Risiken die Ölpreise stützen. Bei den Inlandspreisen sind dennoch Abschläge gegenüber Dienstagmorgen möglich, weil die vorherige Abwärtskorrektur beim ICE-Gasoil-Kontrakt weiterhin nachwirkt.

 

Fundamental: neutral bis bullish                                     Chartanalyse: neutral bis bearish