07.09.2026
Ölpreise steigen deutlich: US-Iran-Konflikt treibt Brent und WTI über 95 bzw. 90 Dollar.
Brent: 97.35
Gasoil: 1418.75
Dollar: 0.8100
Crude (WTI): 92.39
Rheinfracht: 175.00

Die Rohölpreise sind in der vergangenen Woche deutlich gestiegen. Der Preis für Brent erhöhte sich innerhalb einer Woche um rund sieben US-Dollar je Barrel, während WTI etwa acht US-Dollar zulegte. Damit notierten beide Sorten am Freitag wieder über 95 beziehungsweise 90 US-Dollar je Barrel. Hauptursache war die zunehmende militärische Konfrontation zwischen den USA und dem Iran. Besonders die Angriffe auf Schiffe im Persischen Golf und in der Straße von Hormus verstärkten die Sorgen über mögliche Liefer- und Transportausfälle.

Dadurch stieg der geopolitische Risikoaufschlag am Ölmarkt erneut. Goldman Sachs hält bei einer weiteren Verschärfung der Störungen einen Brent-Preis von bis zu 120 US-Dollar für möglich. Auch die ANZ Bank erwartet einen länger andauernden Konflikt. Ihrer Einschätzung zufolge könnten die Ölexporte der Region bis Ende 2026 eingeschränkt bleiben und sich erst im vierten Quartal schrittweise normalisieren. Das Vorkriegsniveau könnte sogar erst Anfang 2027 erreicht werden.

Für die weitere Marktentwicklung sind die Monatsberichte der drei wichtigsten Institutionen EIA, OPEC und IEA von großer Bedeutung. Sie werden im Laufe dieser Woche veröffentlicht und könnten neue Hinweise auf Angebot, Nachfrage und Preise liefern.

Zusätzlich verschieben sich wegen des US-Feiertags Labor Day die Veröffentlichungen der amerikanischen Ölbestandsdaten. Das geringere Handelsvolumen kann heute zu stärkeren Preisschwankungen führen. Gleichzeitig steigen die Öl-Futures an ICE und NYMEX weiter. Auch bei den Inlandspreisen besteht rechnerisch weiteres Aufwärtspotenzial gegenüber Freitag. Insgesamt bleibt der Ölmarkt angesichts der geopolitischen Risiken angespannt und volatil.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bullish